Artikel zum Thema: Asyl
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Landesdienst BayernNeuer kirchlicher Verein "matteo" will Asylnetzwerk aufbauen

Ein neuer ökumenischer Verein will in Zukunft kirchliche Aktivitäten in Sachen Asyl vernetzen. Bei der Gründung von "matteo" in Nürnberg unterstrich die zukünftige Vorsitzende, die Augsburger Pfarrerin Anne-Kathrin Kapp-Kleineidam, der Verein strebe keine Kirchenasyle für Flüchtlinge an, versuche sie eher zu vermeiden, sehe sie aber weiterhin als letzte Möglichkeit für einen Flüchtling an. Man wolle mit dem neuen Verein "lauter und deutlicher" auf Probleme in der Asylarbeit hinweisen, sagte die Bayreuther Asylkoordinatorin Anna Westermann.

Landesdienst BayernRiesenangst und Empörung

Die Taufen hätten nach Ostern stattfinden sollen. Aber die beiden jungen Afghanen, die Christen werden wollten, haben nun Angst vor diesem Schritt, erzählt der Fürther evangelische Pfarrer Kuno Hauck. Wenn sie in ihr Herkunftsland abgeschoben werden, wären sie als Christen vom Tode bedroht, sind die Geflüchteten überzeugt.

Landesdienst BayernThema Kirchenasyl bewegt Gemeinden und Landeskirche

Kirchenasyl in evangelischen Kirchengemeinden in Bayern ist seit langem ein Dauerthema, doch am Freitag haben sich die Ereignisse geradezu überschlagen: So wurde beispielsweise bekannt, dass der Kirchenasyl-Koordinator Stephan Theo Reichel die Landeskirche verlässt, außerdem forderte der Fürther Dekanats-Kirchenasylpfarrer Kuno Hauck von der Kirchenleitung mehr Rückendeckung. Der Kemptener Dekan Jörg Dittmar beklagte eine Kriminalisierung Ehrenamtlicher, da Staatsanwaltschaften auch gegen Kirchenvorstände ermitteln würden.